Immobilien-Newsletter Februar 2020

Ausblick 2020: Deshalb hält der Immobilienboom weiter an

Wann sinken endlich die Immobilienpreise? In diesem Jahr voraussichtlich nicht. Ein Grund: die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die befördern den Hype – noch.

Fast überall in Deutschland mussten Immobilienkäufer auch im Jahr 2019 wieder tiefer in die Tasche greifen. Zwar veröffentlicht das Statistische Bundesamt erst am 26. Februar die Wohnimmobilien-Preise für das vierte Quartal 2019. Doch bereits im dritten Quartal zeichnete sich ein Trend ab, der für das zweite Halbjahr 2019 die Richtung vorgibt.

Demnach zogen die Preise für Wohnimmobilien um 4,9 Prozent an – im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Laut der Wiesbadener Behörde war der Ansturm auf Immobilien in den sieben größten Städten der Republik besonders groß. In Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf verteuerten sich Ein- und Zweifamilienhäuser um 7,5 Prozent. Für Eigentumswohnungen mussten Käufer neun Prozent mehr zahlen. Moderater fiel der Anstieg in den anderen kreisfreien Großstädten ab 100.000 Einwohnern aus. Dort stiegen die Preise für Eigentumswohnungen um 5,8 Prozent und Häuser um 7,8 Prozent.

Die zweite schlechte Nachricht: Immobilienkäufer werden sich auch in den kommenden zwölf Monaten an diese Situation gewöhnen müssen – sowohl in Ballungsräumen als auch auf dem Land. Darin sind sich die meisten Experten einig. Dabei sind es vor allem drei Faktoren, die den Immobilienboom anheizen.

Niedriges Zinsniveau macht Baugeld günstig

Zum einen historisch niedrige Zinsen – und die Aussicht, dass sich daran auch im Jahr 2020 nichts grundlegend ändert. „Die Notenbanken setzen weiterhin auf eine lockere Geldpolitik, um Konjunktur und Inflation anzukurbeln. So schwierig diese Geldpolitik für Sparer ist, so sehr profitieren Immobilienkäufer mit Finanzierungsbedarf von ihr.

Ungebrochener Zuzug in die Städte hält an

Zudem treibt der weiterhin ungebrochene Zuzug in die Städte den Immobilienboom an. Michael Voigtländer vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) stuft die Nachfrage in vielen Städten, sowohl von Nutzern als auch von Investoren, nach wie vor als hoch ein. Das geht aus den Zahlen des IW-Immobilien-Indexes im vierten Quartal 2019 hervor. Der Index erfasst vierteljährlich die Geschäftslage von großen Immobilienunternehmen.

Und: Bis zum Jahr 2030 wird die Zahl der deutschen Haushalte um fast sechs Prozent steigen, so eine Studie der Universität Freiburg. Sie hat die langfristige Entwicklung des Immobilienmarktes untersucht. Die Gründe für den Anstieg sind im Übrigen mehr (Single-)Haushalte und ein größerer Wohnflächenbedarf pro Person. Die Bevölkerungszahl wird indes zurückgehen.

Passable konjunkturelle Aussichten für 2020

Als dritter wichtiger Faktor gilt die immer noch passable Konjunktur in Deutschland. Zwar soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im kommenden Jahr nur um 0,9 Prozent wachsen, dennoch zeichnet sich kein schwerer Konjunktureinbruch ab, der sich auf den Wohnimmobilienmarkt auswirken könnte. Mehr noch: Zu den optimistischen Branchenverbänden zählen laut IW unter anderem die Bauindustrie und die Immobilienwirtschaft, die mit Zuversicht in das Jahr 2020 gehen.

Warum jetzt eine Immobilie kaufen / Gute Gründe für einen Immobilienkauf

Sichere Altersvorsorge

Wie sicher sind die gesetzlichen Renten? Wie viel Cent ist der Euro in 20 oder 30 Jahren noch wert? Wie hoch sind dann die Lebenshaltungskosten? Es gibt keine seriösen Ant-worten auf diese Fragen. Nur so viel ist sicher: Wer im Alter in der eigenen, abgezahlten Immobilie lebt, muss keine Miete mehr zahlen, ist somit vor Kündigungen und Mieterhöhungen geschützt und kommt auch mit einer kleineren Rente gut über die Runden. Wird die Finanzierung so konzipiert, dass die Immobilie mit Eintritt ins Rentenalter schuldenfrei ist, fallen ab dann nur noch Betriebskosten und Rücklagen für Reparaturen an. Bei vermieteten Objekten stehen dem Be¬sitzer die Mieteinnahmen als zusätzliche Einkommensquelle zur Verfügung.

Günstige Darlehen

Der durchschnittliche Zinssatz für Hypo¬theken¬darlehen lag in den letzten 50 Jahren bei ziemlich genau sechs Prozent. Das bedeutet: Alles über dieser Marke gilt als teuer, und man sollte möglichst kurzfristige Verträge (z. B. fünf Jahre) mit der Bank schließen. Alles unter dieser Marke gilt als günstig, und man sollte das Darlehen län¬gerfristig (z. B. über 15 Jahre) abschließen. Seit einigen Jahren erleben wir ein wahres Zinstief – in diesem Jahr bewegt es sich je nach ¬Bonität, Laufzeit und Bank zwischen zweieinhalb und dreieinhalb Prozent. Niemand kann verlässlich sagen, wie lange diese Baisse noch anhält, wann die Zinsen wieder steigen oder ob sie sogar noch weiter fallen werden. Man sollte die Gelegenheit der derzeit als „historisch niedrig“ geltenden Zinsen nutzen. Für 100.000 geliehene Euro zahlt man derzeit inklusive jährlich zwei Prozent Tilgung keine 400 Euro im Monat. Billiger ist Geld kaum zu haben.

Wertezuwachs

Wer in eine gute Immobilie investiert, kann sich in der Regel über Werterhalt und Wertzuwachs freuen. Ob eine Wohnung in München, ein Studenten¬studio in Münster oder eine Villa mit Meerblick auf Mallorca – Grundvoraussetzung für eine stetige Wertentwicklung ist und bleibt eine begehrte, gute Lage.

Moderate Kaufpreise

Auch wenn aus den deutschen Metropolen immer neue Rekordpreise für den Quadratmeter vermeldet werden – im internationalen Vergleich sind deutsche Immobilienpreise trotz der deutlichen Steigerungen der letzten Jahre immer noch als moderat anzusehen.

Reale Werte

„Investiere in Land – das wird nicht mehr erschaffen.“ Wie die letzten Jahre gezeigt haben, kann es bei Aktien, Fonds, Zinskonten und sonstigen Anlagen passieren, dass diese in kürzester Zeit dramatisch an Wert verlieren, teilweise sogar völlig wertlos werden. Eine Immobilie hingegen verliert nur in wirklich extremen Situationen ihren Wert.

Staatliche Förderung

Steuerlich interessant sind denkmalgeschützte Immobilien und vermietete Objekte. Hier können Zinsen, Unterhalts- und Erhaltungskosten gegenüber Mieteinnahmen steuerlich geltend gemacht werden.

Fazit

Eine Immobilie stellt nach wie vor eine sehr gute Ergänzung oder Alternative für die Altersvorsorge dar. Spätere Mietnahmen als Ergänzung zur Rente oder auch ein steuerfreier Verkauf nach Ablauf der 10 jährigen Spekulationsfrist machen ein solches Investment sehr attraktiv.

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Sprechen Sie uns an…. Wir freuen uns auf Sie!

Herzlichst
Ihr Team vom Norddeutschen Maklerkontor

Ihr Ansprechpartner

Jochen Prause